Das was heute in Unterelchingen unter „Jonglieren“ und „Riege“ bekannt ist, nannte man in früheren Zeiten eine „Rundgewichtsriege“. In Unterelchingen wird seit 1920 aktiv jongliert. Das bei dieser Sportart verwendete Gerät, eine mit Griff versehene Gusseisenkugel, hat ein Gewicht von 11 – 12 kg. Diese Kugeln werden von den Athleten in den einzelnen Übungen geworfen und gefangen. Die Übungen bestehen aus Kraftelementen, „Einzelwürfen“ und Würfen zu den anderen Jongleuren.

Das Jonglieren mit den Rundgewichten erfordert daher zum einen körperliche Kraft, darüber hinaus aber auch eine ausgefeilte Technik da die Fliehkräfte der Kugel genutzt werden müssen.

Bei unserem KSV besteht eine Riege, je nach den Platzverhältnissen, aus 8-12 Jongleuren, welche die vorgeführten Übungen synchron ausführen. Den Takt gibt hierbei der Riegenführer vor, dabei gibt er lautstark Kommandos, nach denen sich die Riege zu richten hat.

Alle Mitglieder der Jonglierriege sind traditionell mit einem weißen Sporttrikot, einer weißen Hose, einem breiten schwarzen Gürtel und schwarzen Schuhen bekleidet.

Diese einheitliche und auch korrekte spielt eine wichtige Rolle bei diesem Sport, der aus dem Militär abstammt. So beginnt auch jeder Auftritt mit dem sogenannten Aufmarsch, bei dem die Jonglierriege im Gleichschritt zum Marsch „Alte Kameraden“ auf die Bühne marschiert. Ein Auftritt dauert ca. 15 Minuten und endet mit dem Abmarsch.

Mittlerweile ist diese sehr traditionelle Sportart zu weiten Teilen aus den Vereinen verschwunden, unseres Wissens ist der KSV Unterelchingen der letzte deutsche Verein mit einer intakten Jonglierriege bis zu 12 Mann.